Mitarbeiter

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Grundlage unseres 
Erfolgs 

 

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Flexibilisierung

und modernes Arbeiten, ja − aber fair und geregelt!“

Peter Mosch, Gesamtbetriebsrats-vorsitzender der AUDI AG, zu unternehmerischer Verantwortung und einer modernen Arbeitswelt

 

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Corporate Responsibility lehrt uns, dass sich soziale und ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg nicht trennen lassen. Das Engagement von Audi für seine Mitarbeiter trägt also dazu bei, den Konzern ökonomisch zu stärken. Wozu braucht es da eigentlich einen Betriebsrat?

 

Ohne Betriebsrat gibt es keine Mitbestimmung im Unternehmen. Und ohne Mitbestimmung keinen Erfolg. So einfach ist das. Denn sind die Beschäftigten zufrieden und ihre Interessen vertreten, sind hochwertige Produkte das Resultat. Das ist das kleine Einmaleins der Unternehmensstrategie. Zudem wissen wir durch unsere aktive Betriebsratsarbeit, wo bei den Kollegen der Schuh drückt. Und das sprechen wir gegenüber dem Unternehmen offen an.

 

Und wo liegen die Druckpunkte heute?

 

Ganz oben auf der Agenda steht die Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen. Deshalb setzen wir uns für eine verbesserte Unternehmenskultur sowie ein neues Führungsleitbild ein. Mittlerweile gibt es Arbeitsgruppen, die sich aus Unternehmensvertretern und Betriebsräten zusammensetzen und an diesen Themen weiter feilen. 

Die Arbeitnehmervertretung von Audi ging aus den Betriebsratswahlen im März 2014 gestärkt hervor und richtete Fachausschüsse und Kommissionen ein. Welche Themen kamen neu hinzu?

 

Neben den bestehenden Ausschüssen und Kommissionen, wie Entgeltgestaltung, Personal- oder Kompetenzentwicklung, beschäftigen wir uns in einer neu gegründeten Kommission stärker mit dem Thema „Teamarbeit”. Zudem reagieren wir auf die fortschreitende Digitalisierung der Produktion. Der Fachausschuss „Industrie 4.0” tritt zukünftig dafür ein, mit neuen technologischen Möglichkeiten das Arbeitsleben zu erleichtern und die Beschäftigung flexibler zu gestalten. Dabei achten wir als Betriebsrat besonders darauf, dass die Menschen auch künftig die Systeme und Maschinen steuern und nicht umgekehrt.

Was kann die Arbeitnehmervertretung dazu beitragen, dass die Modernisierung der Arbeit zu einer Erfolgsgeschichte wird?

 

Sehr viel. Bereits 2013 stießen wir wichtige Themen der Zukunft an. Über offene Plattformen, unsere World Cafés, holten wir die Belegschaft gleich ins Boot. Dabei wurde allen klar: Die moderne Arbeitswelt bei Audi steht auf mehreren Säulen. Auf Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, auf vorbildlicher Führung sowie auf Vertrauen und Wertschätzung.

 

Um diese Säulen kontinuierlich auszubauen, arbeiten wir mit dem Personal- und Sozialwesen zusammen und reden zum Beispiel über neue Möglichkeiten der Arbeitszeitregelung. Wir untersuchen hierbei, wie wir die Bedürfnisse der Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen besser berücksichtigen können, und versuchen, den Begriff „Mobiles Arbeiten” mit Leben zu füllen.

Audi investiert umfangreich in deutsche und internationale Standorte. Was bedeutet das für die Arbeitnehmer?

 

Das bedeutet auf der einen Seite, dass die deutschen Standorte auch zukünftig weiter wachsen. Das sichert die Beschäftigung. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch, dass unsere Kolleginnen und Kollegen zunehmend im Ausland arbeiten. Daher setzt sich der Audi Betriebsrat für faire Rahmenbedingungen ein, damit Auslandseinsätze weiterhin attraktiv bleiben. Denn egal wo auf der Welt die Audianer auch arbeiten, die Arbeitsbedingungen müssen einfach stimmen. Hierfür richteten wir eigens die Kommission „Internationaler Personaleinsatz” ein. Denn wir wollen, dass jeder Audianer, der im Ausland eingesetzt ist, dort seine persönliche und berufliche Erfolgsstory ungehindert fortsetzen kann.

 

Grundlage unseres Erfolgs

Um das strategische Unternehmensziel „Audi die Premiummarke“ zu verwirklichen, braucht Audi hochmotivierte Nachwuchskräfte. Mit dem Ziel, weltweit ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, unterstützt das Unternehmen gemeinsam mit dem Betriebsrat seine Mitarbeiter dabei, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Die Strategie des Personal- und Sozialwesens leitet sich von der Unternehmensstrategie ab und stellt die Beschäftigten konsequent in den Mittelpunkt. Ihr Können, ihr Engagement und ihre Ideen sind in einem harten Wettbewerbsumfeld wie der Automobilindustrie entscheidende Erfolgsfaktoren. In unserem weltweit tätigen Konzern ist die Arbeit in interdisziplinären und interkulturellen Teams alltäglich. Daher stärken wir konsequent die Kompetenzen unserer Mitarbeiter und Führungskräfte.

 

Die Schwerpunkte der Personalstrategie sind:

 

  • Kompetenzen stärken: Wir sind bestrebt, international die besten Talente zu gewinnen. Gleichzeitig zeigen wir unseren Mitarbeitern zielgerichtete Entwicklungswege auf und unterstützen sie dabei, Kompetenzen aufzubauen, die sie künftig brauchen werden. Unsere Führungskräfte unterstützen wir dabei, frühzeitig ihre Nachfolge zu regeln.

 

  • Arbeit attraktiv und flexibel gestalten: Wir fördern und erhalten die individuelle Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter. Mit zukunftsorientierten Arbeitsformen werden wir den Bedürfnissen unserer Belegschaft in verschiedenen Lebensphasen gerecht. Leistung und Engagement erkennen wir an und honorieren sie angemessen. Zugleich ist es unser Anspruch, Beschäftigung zu sichern.

 

  • Verantwortung fördern: Wir führen verantwortungsvoll und arbeiten vertrauensvoll zusammen. Faire Sozialpartnerschaften haben für uns einen hohen Stellenwert. Unsere gesellschaftliche Verantwortung nehmen wir ernst und handeln entsprechend.

 

  • Zukunftsfähigkeit sichern: Wir bereiten uns frühzeitig auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends vor und setzen Akzente als Arbeitgeber. Mit Aus- und Weiterbildungsangeboten rüsten wir uns für neue technologische Entwicklungen und stärken unsere Innovationskraft. Die körperliche und psychische Gesundheit unserer Mitarbeiter unterstützen wir mit innovativen Programmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Veränderungen stehen wir offen gegenüber und gestalten sie gemeinsam.

Auf dem Weg zum Global Player

Als ein Unternehmen, das im weltweiten Wettbewerb erfolgreich ist und auch künftig sein will, stellt sich Audi zunehmend international auf. Um Menschen und Märkte zu verstehen, trainieren wir zum Beispiel die interkulturelle Kompetenz unserer Mitarbeiter, bieten Sprachunterricht an und fördern den Austausch zwischen Mitarbeitern im In- und Ausland. Auch bei den Ausbildungsangeboten treiben wir die Internationalisierung voran. Auszubildende an Standorten in Ungarn, Mexiko oder Belgien lernen nach dem deutschen Erfolgsmodell „duale Ausbildung”, also der parallelen Ausbildung in einem Unternehmen und an einer staatlichen Berufsschule.

 

Wesentliche Themen

Seit 2012 hat Audi die Wesentlichkeitsanalyse stetig weiterentwickelt und dabei auch Mitarbeiterthemen bewertet. Der Aspekt „Arbeits- und Gesundheitsschutz” gewann gegenüber 2012 an Bedeutung. Weiterhin besonders hohe Relevanz haben die Themen „Unternehmenskultur” sowie „Aus- und Weiterbildung”.

„Gerade Mitarbeiter wissen oftmals sehr genau, wo im unternehmerischen Alltag potenzielle Risiken lauern. Unternehmen sind gut beraten, dieses interne Wissen zugänglich zu machen und zu nutzen.“

 

Prof. Dr. Nick Lin-Hi, Universität Mannheim

Vertrauen und wertschätzen

Um kompetente und engagierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, bieten wir attraktive und faire Arbeitsbedingungen. Neben einer guten Bezahlung kommen beispielsweise auch individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, flexible Arbeitsformen und Betreuungsangebote für Familien hinzu. Das Qualitätsversprechen der Marke Audi gilt weltweit. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, brauchen wir international die besten Mitarbeiter.

Beste Bewertungen

Im Rahmen der Audi Strategie ist es unser Ziel, weltweit ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Dass uns das gelingt, belegen zahlreiche Auszeichnungen und Spitzenplätze in Rankings. Audi erreichte innerhalb der Zielgruppe der Ingenieure im Young Professional Barometer 2014 des Beratungsunternehmens Universum den ersten Platz. Befragt wurden junge Berufstätige mit maximal acht Jahren Berufserfahrung zu ihren Wunscharbeitgebern und Karriereplänen. Auch junge berufstätige Wirtschaftswissenschaftler wählten Audi auf Platz eins. In der durch die Digitalisierung immer wichtiger werdenden Zielgruppe der Informatiker belegte Audi den zweiten Rang. Bei den Naturwissenschaftlern machte Audi einen großen Sprung um 14 Plätze nach vorn und kam erstmals unter die ersten 20.

 

Im Arbeitgeberranking 2014 des Beratungsunternehmens Universum erreichte Audi unter Studierenden Platz eins. Für angehende Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure ist Audi erneut der attraktivste Arbeitgeber Deutschlands. Auch bei angehenden Informatikern werden Automobilhersteller immer beliebter, sie wählten Audi auf Platz vier.

 

Bei der Attraktivitätsbefragung „Bester Arbeitgeber 2014” des Nachrichtenmagazins FOCUS und des Karrierenetzwerks XING errang Audi sowohl den Gesamtsieg als auch den ersten Platz im Bereich „Automobil/Großunternehmen”. Befragt wurden 19.000 Arbeitnehmer von 2.000 Unternehmen aus 22 Branchen.

 

Audi ist in Europa als Arbeitgeber beliebter denn je.

 

Auch international gehören Gesellschaften des Audi Konzerns zu den Toparbeitgebern:

 

  • Bereits zum sechsten Mal in Folge ist die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. im Jahr 2014 Ungarns attraktivstes Unternehmen. Das geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung AON Hewitt und der internationalen Studentenorganisation AIESEC hervor.

 

  • Rund 9.000 Young Professionals sowie eine Expertenjury aus Unternehmenschefs, Hochschulprofessoren und Vertretern von Behörden, Verbänden, Beraterfirmen und Medien wählten AUDI BRUSSELS S.A./N.V. erstmals zum „Employer of the Year 2013 in Belgien. Die Internetplattform Vacature Références, die Personalberatungsagentur Acerta sowie die Vlerick Business School in Brüssel haben die Befragungen gemeinsam durchgeführt. Mit der Auszeichnung „HR Ambassador of the Year hat Audi Brussels 2014 außerdem einen Preis für ihre Personalarbeit und ihre gute Entwicklung im Bereich Human Resources gewonnen. Die Auszeichnung wird jährlich durch das belgische Netzwerk „D.E.N.K.‑HR” vergeben, die Expertenjury setzt sich aus Vertretern von Verbänden, Hochschulen und Fachzeitschriften zusammen.

 

  • Beim Arbeitgeberranking der Stiftung Emblema erreichte Automobili Lamborghini den ersten Platz. Hochschulabsolventen wählten die Audi Tochter zum „Best Employer of Choice” im Jahr 2014. Darüber hinaus zeichnete das Top Employers Institute Lamborghini als „Top Employer Italia 2014” aus.

 

Audi Tochterunternehmen Lamborghini ist „Employer of Choice” 2014.

 

Das bieten wir unseren

Das bieten wir unseren
Mitarbeitern

  • Sichere Arbeitsplätze
  • Interessante Aufgaben

  • Individuelle Personalentwicklung

  • Zielgerichtete Weiterbildungsangebote
  • Attraktive Sozialleistungen
  • Leistungsgerechte Bezahlung
  • Ein innovatives Arbeitsumfeld

Mitarbeiterfeedback einbeziehen

Die Ergebnisse unserer regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen bestätigen unseren strategischen Ansatz. 2014 nutzten knapp 45.000 Mitarbeiter der AUDI AG, also 88 Prozent der Belegschaft, das Stimmungsbarometer und äußerten sich anonym beispielsweise zum Beitrag der Organisationseinheit zur Unternehmensstrategie, zur Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten oder dazu, wie gut sie sich über aktuelle Entwicklungen bei Audi informiert fühlen. Die Ergebnisse belegen eine hohe Zufriedenheit der Beschäftigten. So stimmten auch diesmal 95 Prozent der Befragten der Aussage „Ich arbeite gern bei Audi” voll und ganz bzw. weitgehend zu.

 

Zugleich dient das Stimmungsbarometer als Impuls, um Veränderungsprozesse anzustoßen. Die Vorgesetzten stellen die Ergebnisse in den Organisationseinheiten vor und diskutieren mit den Mitarbeitern daraus resultierende mögliche Maßnahmen.

Fördern und entwickeln

Die zunehmende Digitalisierung und die technische Komplexität der Fahrzeuge stellen besondere Anforderungen an die Aus‑ und Weiterbildung der Mitarbeiter. Sie hat für Audi einen hohen Stellenwert. Dabei verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz und investiert sowohl in die fachliche als auch in die überfachliche Aus‑ und Weiterbildung seiner Mitarbeiter auf allen Ebenen. 

Im Fokus der überfachlichen Entwicklung steht die Stärkung von Sozial- und Selbstlernkompetenzen. Im Rahmen seiner Corporate-Responsibility-Strategie schult Audi seine Mitarbeiter zudem zu Nachhaltigkeitsthemen.

Theorie und Praxis verbinden

Audi bildet derzeit in 22 Berufen nach dem dualen System aus. Dabei legt das Unternehmen großen Wert darauf, die Berufsausbildung kontinuierlich weiterzuentwickeln und an neue Herausforderungen anzupassen. So lernen die angehenden Kfz‑Mechatroniker mit Hochvolttechnik umzugehen. Außerdem hat Audi das Berufsbild des Karosserie- und Fahrzeugbauers stärker in Richtung Leichtbau weiterentwickelt sowie den Ausbildungsplan der Kaufleute für Büromanagement umfassend modernisiert.

 

Parallel zu ihrer Ausbildung zum (Kfz‑)Mechatroniker, Elektroniker oder Werkzeugmechaniker bietet Audi Berufsanfängern an, die Fachhochschulreife zu erwerben. Im Zuge der Internationalisierung ermöglicht Audi seinen Auszubildenden und denen anderer Konzernunternehmen, drei Monate an einem Standort im europäischen Ausland zu arbeiten. 2014 nahmen 33 junge Menschen dieses Angebot wahr.

 

Weltweit beschäftigte der Audi Konzern Ende 2014 2.647 Auszubildende (2.421 im Jahresdurchschnitt), davon nahmen 178 an einer „dualen Berufsausbildung mit Fachhochschulreife” teil. An den deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm begannen 2014 insgesamt 766 junge Menschen ihre Ausbildung bei der AUDI AG. Der Anteil weiblicher Auszubildender lag Ende 2014 bei 26,9 Prozent, das sind rund zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Mit Programmen, die speziell auf junge Frauen zugeschnitten sind, motiviert Audi Schülerinnen, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu wählen. Junge Frauen nehmen zum Beispiel den „Girls’ Day”, das „Forscherinnen‑Camp” und das „Mädchen‑für‑Technik‑Camp” gut an.

 

0 Auszubildende weltweit im Audi Konzern im Jahr 2014

An den deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm begannen 2014 insgesamt 766 junge Menschen ihre Ausbildung bei der AUDI AG.

Ingenieurnachwuchs im Visier

Um geeigneten Ingenieurnachwuchs zu gewinnen, bietet Audi in Ingolstadt das Programm „Studium und Erfahrung in der Praxis”, kurz StEP, an und am Standort Neckarsulm das Studium an der Dualen Hochschule in Baden-Württemberg (DHBW). Die drei- bis fünfjährige Ausbildung verbindet praxisorientiertes Lernen bei Audi mit einem Studium. An der DHBW erlangen die Studenten zum Beispiel einen Bachelor in Ingenieurwissenschaften, in Ingolstadt haben sie zusätzlich zum Bachelor in Ingenieurwissenschaften noch eine Berufsausbildung abgeschlossen. Ende 2014 nahmen 140 technikbegeisterte junge Menschen am StEP‑Programm und 62 am Studium an der DHBW teil. Pro Ausbildungsjahr werden 24 StEP‑Studenten sowie 17 DHBW‑Studenten eingestellt.

Duale Ausbildung weltweit

Der Erfolg des dualen Ausbildungssystems in Deutschland hat Audi dazu bewogen, dieses Modell an zahlreichen internationalen Standorten einzuführen. Dabei haben wir die bestehenden Rahmenbedingungen vor Ort berücksichtigt.

 

Ein Erfolgsrezept: das duale Ausbildungssystem

Ungarn

Bei Audi Hungaria haben in den vergangenen 13 Jahren bereits mehr als 1.400 junge Menschen eine Berufsausbildung mit hohem Praxisanteil absolviert. Seit 2011 ist dieses Modell offiziell als „duale Ausbildung” anerkannt. Das Werk in Győr ist damit eines der größten Ausbildungsunternehmen in Ungarn und Vorbild für viele andere ungarische Betriebe. Mittlerweile bildet Audi Hungaria in elf technischen Berufen dual aus. Auf dem Programm stehen dabei modernste Fertigungstechnologien. Für ihr Engagement bei der praxisorientierten Ausbildung erhielt die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. 2014 den Berufsausbildungspreis der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer. Darüber hinaus engagiert sich Audi Hungaria mit verschiedenen Programmen für den Nachwuchs, zum Beispiel mit „Audi Adventure” für Praktikanten oder dem „Campus for Excellence” für Trainees.

 

Belgien

Am Audi Standort Brüssel startete 2012 das Pilotprojekt duale Berufsausbildung nach deutschem Vorbild. Nach zwei Jahren und 600 Unterrichtsstunden im Brüsseler Werk haben elf Auszubildende ihre Fachprüfung erfolgreich bestanden. Vier der elf Absolventen beginnen bei Audi Brüssel als Anlagetechniker, sechs weitere werden sich in einem dritten Ausbildungsjahr zum Instandhalter weiterqualifizieren. In dieser Ausbildungsphase liegt der Praxisanteil bei 95 Prozent. Ein weiterer Absolvent nimmt ein Studium der Informationstechnologie auf. Er steht über das Ausbildungsprogramm „Dual Connect” weiter mit Audi Brussels in Verbindung.

 

Mexiko

Im Oktober 2014 wurde das neue Trainingscenter in San José Chiapa eröffnet. Pro Jahr werden hier 80 Auszubildende von Audi México ihre duale Ausbildung nach deutschem Vorbild durchlaufen. Fünf Berufe stehen dabei zur Auswahl: Mechatroniker, Kfz‑Mechatroniker, Werkzeugmechaniker, Karosseriebaumechaniker und Fertigungsmechaniker. Künftig finden in dem 20.000 Quadratmeter großen Gebäude jährlich mehr als 1.500 Schulungen für Mitarbeiter und Auszubildende statt. Ziel ist es, sie fachgerecht nach dem Audi Produktionssystem zu schulen und für den Produktionsstart des neuen Audi Q5 fit zu machen.

 

Italien

Im Oktober 2014 startete der erste duale Ausbildungsjahrgang bei Ducati und Lamborghini in Italien – 41 junge Italiener erlernen den Beruf des CNC‑Mechanikers oder des Motorrad- bzw. Kfz‑Mechatronikers. Nach deutschem Vorbild lernen und arbeiten sie zwei Jahre lang im dualen System. Neben berufsbezogenen Inhalten ist auch zusätzlicher Fachunterricht vorgesehen, wie zum Beispiel in technischem Englisch. Am Ende des Programms können die Auszubildenden die Hochschulreife erlangen.

 

1.500 Schulungen pro Jahr im Trainingscenter Mexiko

Ducati und Lamborghini bauen einen neuen Ausbildungsprozess nach deutschem Vorbild in Italien auf.

Verantwortung fördern

Um die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung unserer Auszubildenden weiter zu fördern, haben wir das Thema Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung ausgebaut. So setzen sich die Auszubildenden in Gruppenarbeit mit den Kernthemen Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft auseinander. Dabei lernen sie, umwelt- und sozialverträgliche Aspekte in ihren Arbeitsalltag zu integrieren, und entwickeln im Austausch mit anderen eigene Ideen.

Gegen das Vergessen

Um auch künftige Generationen für den Umgang mit der NS‑Vergangenheit zu sensibilisieren und ihr politisches Bewusstsein zu schärfen, hat Audi 2014 das Projekt „NieWieder” initiiert. Zum Programm gehören überfachliche Maßnahmen und Veranstaltungen für interessierte Auszubildende, wie zum Beispiel Lesungen. So hatte Audi den Zeitzeugen Sally Perel eingeladen, dessen Erfahrung im Nationalsozialismus die Vorlage für den Film „Hitlerjunge Salomon” lieferte. Audi hat außerdem eine Studie zum Thema „Kriegswirtschaft und Arbeitseinsatz bei der Auto Union AG Chemnitz im Zweiten Weltkrieg” in Auftrag gegeben, um sich mit der Vergangenheit seines Vorgängerunternehmens auseinanderzusetzen.

Chance für Schüler mit Entwicklungspotenzial

Audi engagiert sich auch für Schulabsolventen, die sich auf den Berufsstart vorbereiten möchten. Mit dem Einstiegsqualifizierungsprogramm (EQ) und dem Förderjahr unterstützt Audi arbeitswillige Jugendliche, die aufgrund von Defiziten keinen Ausbildungsplatz erhalten haben. Ziel ist es, die Vermittlungsperspektiven der Schulabgänger in eine Berufsausbildung zu verbessern. Dabei arbeitet Audi eng mit der Agentur für Arbeit zusammen. Abgesehen von handwerklichen Grundkenntnissen wie Drehen oder Fräsen, lernen die Teilnehmer in den neun Monaten vor allem, sich in der Arbeitswelt zurechtzufinden. Darüber hinaus entwickeln sie ihre Persönlichkeit weiter und steigern ihre Sozialkompetenz, eine wichtige Voraussetzung für den Einstieg ins Berufsleben. Sowohl im Jahr 2013 als auch 2014 haben neun der zwölf Teilnehmer das Förderjahr erfolgreich abgeschlossen und konnten sich für eine Ausbildung bei Audi qualifizieren.

Internationale Talentsuche

Im Dezember 2013 haben wir unser internationales Traineeprogramm „StartUp Europe” ausgeweitet. Nachdem 2012 „StartUp Europe Spain” erfolgreich angelaufen ist, steht das Programm nun auch italienischen Ingenieuren offen. Das zwei Jahre dauernde Programm, das wir gemeinsam mit dem Volkswagen Konzern anbieten, richtet sich an Arbeit suchende Ingenieure, die erst vor Kurzem ihren Abschluss erworben haben. Ziel ist, begehrte Nachwuchskräfte für eine dauerhafte Beschäftigung bei Audi zu qualifizieren und nachhaltig zu fördern.

Wissen weiterentwickeln

Neben der Ausbildung hat die fachliche und überfachliche Kompetenzentwicklung bei Audi einen hohen Stellenwert. In mehr als 35 Lernfeldern hat das Unternehmen 2014 in rund 10.000 Veranstaltungen und 135.000 Teilnehmertagen die Kompetenzen für die Zukunft off the Job vermittelt und das Gelernte on the Job vertieft. Die Schwerpunkte liegen in den Schlüsseltechnologien Leichtbau, Vernetzung und Elektrifizierung sowie im strategischen Handlungsfeld der Internationalisierung. In der Produktion stand die Qualifizierung der Mitarbeiter für den neuen Audi A4 und den Audi Q7 gemäß Produktentwicklungsprozess im Mittelpunkt. Im Rahmen der weltweiten Entwicklung des Produktionsnetzwerks legte Audi besonderes Augenmerk auf die Standorte Győr (Ungarn) und San José Chiapa (Mexiko). In Győr hat das Unternehmen die Mitarbeiterqualifizierung für die Audi A3 Limousine erfolgreich abgeschlossen.

 

Schweißen, kleben und tüfteln in praxisnaher Umgebung 

Gefragte Soft Skills

Genauso wichtig wie das reine Fachwissen sind in der Aus- und Weiterbildung überfachliche Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist oder Kritikfähigkeit. Diese sogenannten Soft Skills helfen den Mitarbeitern, neue Anforderungen, die sich aus immer komplexeren und schnelleren Prozessen ergeben, konstruktiv zu bewältigen. Daher gibt Audi der Entwicklung dieser Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung größeren Raum. Die Auszubildenden aus Neckarsulm engagierten sich beispielsweise im Rahmen der Projektwochen 2014 und haben Spielgeräte an einer Schule in Neckarsulm instand gesetzt.

Gesund und leistungsfähig

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber sorgt sich Audi um das Wohlergehen seiner Mitarbeiter und räumt Fitness und Gesundheit einen hohen Stellenwert ein. Seine  vorbildliche Position im Gesundheits‑ und Arbeitsschutz will das Unternehmen angesichts des demografischen Wandels weiter festigen und seinen Mitarbeitern auch dann optimale Arbeitsplätze bieten, wenn sich ihre individuelle Leistungsfähigkeit verändert.

Audi gestaltet Arbeitsplätze nach modernen ergonomischen, sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Standards – sowohl an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm als auch in den Werken in Belgien, Italien, Mexiko und Ungarn.

Aktiv in die Zukunft

Gesundheits- und alternsgerecht gestaltete Arbeitsplätze sichern nicht nur die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, sie tragen auch wesentlich zu deren Sicherheit bei. Darum hat Audi Ergonomie als verbindlichen Standard etabliert und in der Technischen Entwicklung als strategische Zielgröße neben Qualität, Kosten und Investment festgelegt.

 

Im Mittelpunkt der Audi Ergonomiestrategie „Wir für uns. Aktiv in die Zukunft” stehen die Mitarbeiter mit ihren individuellen physischen und psychischen Bedürfnissen. Audi hat fünf Handlungsfelder definiert:

 

  • Ganzheitliche Ergonomie-Methoden – Um neben der körperlichen Gesundheit auch das psychische Wohlbefinden unserer Mitarbeiter optimal zu fördern, klären wir zurzeit die Rahmenbedingungen, die für den Erhalt der seelischen Gesundheit am Arbeitsplatz wichtig sind. Außerdem planen wir ein Erfassungssystem, mit dem sich die kognitiven Belastungen der Mitarbeiter messen lassen.

 

  • Intelligente Arbeitsorganisation – Gruppenarbeit organisieren wir intelligent und entlastend: So wechseln zum Beispiel die Produktionsmitarbeiter ihre Tätigkeiten innerhalb einer Fertigungsgruppe regelmäßig alle zwei Stunden. Die Rotation stellt sicher, dass Belastungen optimal auf verschiedene Körperregionen verteilt werden. Unsere Führungskräfte binden wir in die Suche nach der optimalen Balance zwischen Be- und Entlastung ein.

 

  • Ergonomie im Produktprozess – Ergonomische Anforderungen denken wir bei Audi bereits in der Konzept- und Bauteilentwicklung mit, unsere Ingenieure prüfen sie eingehend. Ziel ist es, Probleme möglichst früh zu erkennen und zu analysieren. Den Ergonomie-Prozess dokumentieren wir in einem verbindlichen Audi Standard.

 

  • Internationalisierung – Zudem wollen wir diese Standards auch international umsetzen. Dabei müssen wir die deutschen Vorgaben an die Gegebenheiten der jeweiligen Länder anpassen. Zum Beispiel gilt es, andere Körpergrößen der Menschen in China oder Mexiko zu berücksichtigen. Wir planen ein weltweites Ergonomie-Netzwerk und schulen Fachleute, dieses an den ausländischen Standorten aufzubauen.

 

  • Kommunikation und Dialog – Um die Mitarbeiter für ergonomisches Arbeiten zu gewinnen, setzt Audi auf gezielte Beratungsgespräche und motiviert seine Mitarbeiter, eigene Vorschläge und Lösungen zu entwickeln.

 

Neue Roboter verbessern die Ergonomie bei der Montage.

Sicherheit als Maxime

Mit unseren integrierten Arbeitsschutzmaßnahmen wollen wir unsere Mitarbeiter nicht nur vor arbeitsbedingten Gefahren schützen, sondern ihre gesundheitlichen Ressourcen und ihre Leistungsfähigkeit stärken. Daher beziehen wir die Arbeitssicherheit schon früh in den Planungsprozess ein, eine entsprechende Verfahrensanweisung gibt es seit 1996. Für sämtliche betrieblichen Abläufe haben Unternehmen und Betriebsrat Maßnahmen entwickelt, um Unfällen und Beeinträchtigungen vorzubeugen sowie Prozesse, Anlagen und Fahrzeugkomponenten sicher zu gestalten. Damit wir die hohe Qualität unserer Arbeitssicherheit konstant gewährleisten können, schulen wir Verantwortliche und Führungskräfte regelmäßig.

 

Darüber hinaus sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter für Gefahren und Gesundheitsrisiken. So besuchten die Beschäftigten des Vorseriencenters 2013 den neu konzipierten Workshop „Mensch und Produkt”. An konkreten Beispielen lernten die Teilnehmer, Gefährdungen frühzeitig zu identifizieren sowie Risiken realistisch zu bewerten.

 

2014 gab es im Unternehmen 3,1 Arbeitsunfälle je einer Million geleisteter Arbeitsstunden, die mindestens einen Tag Arbeitsausfall verursachten. Die Unfallhäufigkeit lag damit auf niedrigem Niveau und nur leicht über dem Wert von 2013. Die Mitarbeiter der Abteilung für Arbeitssicherheit analysieren alle Arbeitsunfälle und erarbeiten Maßnahmen zur Verbesserung. Alle Kennzahlen berichten sie monatlich im Intranet. Steigt die Zahl der Unfälle oder gibt es andere Auffälligkeiten, untersucht die betroffene Organisationseinheit die Fälle. Gemeinsam mit der Arbeitssicherheit leitet sie aus den Untersuchungsergebnissen verbesserte Handlungsweisen ab.

 

Mit integrierten Arbeitsschutzmaßnahmen wollen wir unsere Mitarbeiter nicht nur vor arbeitsbedingten Gefahren schützen, sondern ihre gesundheitlichen Ressourcen und ihre Leistungsfähigkeit stärken. 

Mit dem 2013 konzernweit eingeführten Präventionspreis honoriert Audi besonderes Engagement der Mitarbeiter für Arbeitssicherheit, gute Arbeitsplatzgestaltung und Gesundheitsschutz. Der Preis löste den seit 30 Jahren bestehenden Arbeitssicherheitspreis ab und wird zusätzlich in den Kategorien Prozesse/Arbeitsorganisation, Ergonomie, Wissensvermittlung/Qualifizierung, Gesundheitsförderung und Integration verliehen.

Risiken vorbeugen

Die Bereiche Gesundheitsschutz, Personalwesen und Arbeitssicherheit sowie die Führungskräfte aller Geschäftsbereiche und der Betriebsrat arbeiten gemeinsam daran, Gesundheit, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern.

 

Ein Baustein des Gesundheitsmanagements ist der Audi Checkup. Seit 2006 können alle Mitarbeiter das individuelle Präventionsprogramm während der Arbeitszeit nutzen. Moderne medizinische Technik und ärztliche Beratung helfen dabei, Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu reduzieren. Etwa 90 Prozent unserer Belegschaft nehmen bereits an dem Programm teil. 

 

Bis Ende 2014 haben wir in den Audi Gesundheitszentren knapp 70.000 Checkups durchgeführt. Der Gesundheitsstand im Unternehmen lag 2014 mit 96,3 Prozent erneut auf einem sehr hohen Niveau.

 

Nach dem Erfolg des Lauftrainings führte Audi 2014 auch ein Krafttraining für Diabetiker ein. Hier können die Teilnehmer unter ärztlicher Betreuung ihre Zuckerwerte langfristig verbessern. Außerdem bietet die AUDI AG seit 2010 in Kooperation mit der Aktion Knochenmarkspende Bayern und der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei die Möglichkeit einer kostenlosen Stammzellentypisierung.

 

Weitere Angebote, die das Gesundheitsmanagement entwickelt hat, sind

 

  • Kampagnen zu gesundheitsbewusstem Verhalten und Work-Life-Balance,

  • Informationsveranstaltungen und Schulungen zu gesunder Ernährung und Bewegung,

  • Vorsorgeuntersuchungen,

  • Früherkennungsprogramm für Darmkrebs,

  • Schutzimpfungen,

  • Raucherentwöhnung und Suchtberatung,

  • individuelle medizinische Beratung,

  • fachärztliche Sprechstunden zur psychischen Gesundheit,

  • Coaching für psychosozial belastete Mitarbeiter.

Psychische Gesundheit

Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsdiagnosen aufgrund seelischer Krankheiten liegt bei Audi im niedrigen einstelligen Bereich und damit unter dem Durchschnittswert für psychische Erkrankungen der gesetzlichen Krankenkassen. In den Audi Checkup haben wir ein Früherkennungssystem integriert. Am Standort Ingolstadt bieten wir psychosoziale Beratung im Gesundheitswesen und Sozialbetreuung durch den Betriebsrat an sowie Seminare für Personalreferenten, Betriebsärzte und Führungskräfte. Sie sollen helfen, eventuelle psychische Probleme bei Mitarbeitern zu erkennen und damit umzugehen. Die Audi Akademie bietet in diesem Bereich verschiedene Seminare für Führungskräfte und betroffene Mitarbeiter an.

International hohe Standards

Um an allen Standorten Arbeitsbedingungen mit hohem Standard zu gewährleisten, setzen wir die Maßnahmen zum Arbeitsschutz und des Gesundheitsmanagements international unter Beachtung lokaler Normen um. Wir unterstützen die Mobilität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter bei den internationalen Arbeitseinsätzen und implementieren das Präventionsprogramm Audi Checkup an den Audi Standorten weltweit. Für die Baustelle unseres neuen Werks in San José Chiapa, Mexiko, haben wir zudem die Rettungskette sowie die medizinische Versorgung in Zusammenarbeit mit der mexikanischen Regierung optimiert.

 

Im neuen Trainingscenter von Audi México entstand darüber hinaus ein Gesundheitszentrum. Eine medizinische Notfallversorgung für Mitarbeiter und Lieferanten wurde in Zusammenarbeit mit der neuen Klinik des Gesundheitsministeriums von San José Chiapa und weiteren Krankenhäusern in der Umgebung eingerichtet.

 

Zu weiteren Leistungen des internationalen Gesundheitsmanagements bei Audi gehört es,

 

  • die Lebensbedingungen und die medizinische Versorgung an den Auslandsstandorten regelmäßig zu evaluieren,

  • das „Case-Management” (inklusive Repatriierung) der Krankenversicherungsträger beratend zu unterstützen und bei Erkrankung von Mitarbeitern im Ausland zu koordinieren,

  • Test- und Erprobungsfahrten medizinisch zu begleiten,

  • über aktuelle medizinische Auslandsthemen zu informieren,

  • Präventivmaßnahmen im internationalen Kontext zu empfehlen und

  • das Unternehmen zur Internationalisierung aus Sicht des Gesundheitsschutzes strategisch zu beraten.

0 Audi Checkups wurden seit 2006 durchgeführt

Kreativ und wirksam

Ein gut funktionierendes Ideenmanagementsystem bewegt Mitarbeiter zum Mitdenken und fördert die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Das hat Audi früh erkannt. Bereits seit 1969 bringen die Audi Mitarbeiter ihre Ideen ein. Die Vielzahl innovativer Vorschläge trägt dazu bei, Prozesse zu optimieren und Kosten einzusparen.

1994 ging aus dem langjährigen Betrieblichen Vorschlagswesen das Audi Ideen‑Programm (AIP) hervor. Pünktlich zum 20‑jährigen Jubiläum im Jahr 2014 zog das Unternehmen eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz: In zwei Jahrzehnten kamen 838.070 Verbesserungsideen zusammen. Dank der 420.585 verwirklichten Vorschläge konnte die AUDI AG seit Bestehen des Programms Kosten in Höhe von rund 780 Millionen Euro einsparen. Ideen, die umgesetzt werden, belohnen wir mit Prämien bis zu 70.000 Euro – je nachdem, wie hoch das Einsparpotenzial ist.

 

2014 haben wir zum zweiten Mal den Audi Ideen‑Programm Award ausgelobt. Die Beschäftigten konnten Ideen in drei Kategorien einreichen: Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie Ideen von Auszubildenden. Die Mitarbeiter mit den besten Ideen erhielten eine besondere Auszeichnung: die Teilnahme an der dreitägigen AIP Alpen-Rallye 2015.

Nachhaltig erfindungsreich

2013 gab es im Zuge des Audi Ideen‑Programms erstmals die unternehmensweiten „Aktionswochen Nachhaltigkeit”. Das Spektrum der Veranstaltungen und Projekte reichte dabei von Vorträgen über Ideen‑Workshops bis hin zu Effizienzfahrtrainings. Außerdem waren die Mitarbeiter gefragt, Verbesserungsvorschläge zu folgenden Schwerpunktthemen einzubringen: verantwortungsvolles Wirtschaften, Produkt- und Mitarbeiterverantwortung, Umweltschutz und Ressourcenschonung sowie gesellschaftliche Verantwortung. Das Ergebnis: Am Ende kamen rund 170 Ideen zusammen – von über 300 Einreichern aus allen Geschäftsbereichen. Inhaltlich entwickeln wir unser Ideen-Programm kontinuierlich weiter. 2014 lag der Fokus vor allem auf den Themen Gesundheits- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit.

 

Zeit für Gespräche: Der Austausch zwischen Mitarbeitern bringt neue Ideen.

Transparentes Verfahren

Für die Umsetzung des Ideenmanagements ist die Audi Ideen-Agentur verantwortlich. Vorgesetzte und fachlich kompetente Gutachter bewerten die Einfälle unserer Mitarbeiter und prüfen, inwieweit die Vorschläge praktikabel sind. Zudem fungieren Ideen-Koordinatoren als Bindeglied zwischen Teilnehmern, Vorgesetzten und Ideen-Agentur. Der Bewertungsprozess verläuft standardisiert und transparent: Über das Intranet können die Mitarbeiter jederzeit nachvollziehen, in welchem Prüfungsstadium sich ein Vorschlag befindet. Eine Bewertungskommission entscheidet über hochwertige Ideen mit einem Jahresnutzen von über 30.000 Euro. Die Kommission setzt sich zu gleichen Teilen aus Unternehmens- und Arbeitnehmervertretern zusammen.

 

Die Qualität des Ideenmanagements und der Einfallsreichtum unserer Mitarbeiter finden branchenweit Anerkennung: Das Deutsche Institut für Betriebswirtschaft hat das Audi Ideen-Programm im Jahr 2014 zum elften Mal in Folge als bestes in der deutschen Automobilindustrie ausgezeichnet.

Ideen ohne Grenzen

Das Konzept des Audi Ideen‑Programms hat sich bewährt. Auch an den Standorten Brüssel und Győr entwickeln die Mitarbeiter ihre Verbesserungsvorschläge in Anlehnung an die erfolgreiche Vorgehensweise an den deutschen Standorten. In Győr feiert das Ideen‑Programm Ötletbörze bereits sein zehnjähriges Jubiläum. Im Jahr 2014 haben 7.500 Verbesserungsvorschläge etwa 15 Millionen Euro Einsparung gebracht. 

 

Nach einem Schulungsprogramm für alle Leiter und Gruppensprecher ist Ende 2012 das Audi Ideen‑Programm in Brüssel an den Start gegangen. Seither wurden mehr als 250 Ideen umgesetzt. Mit den Maßnahmen konnte Audi Brussels Einsparungen in Höhe von rund zwei Millionen Euro erzielen. Um das erfolgreich gestartete Programm weiterzuentwickeln, laufen Sonderaktionen am Standort – darunter ein Fahrerlebnis in einem Formel‑1‑Simulator und eine Werkbesichtigung bei Lamborghini.

0 Mio. Euro Einsparungen brachten die Ideen der Mitarbeiter in Győr im Jahr 2014

Entlastung für Familien

Familienfreundliche Unternehmen, die eine ausgewogene Work‑Life‑Balance ermöglichen, stehen hoch im Kurs – gerade bei jungen, hochqualifizierten Nachwuchskräften. Audi unterstützt seine Mitarbeiter darin, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, beispielsweise mit Lösungen zur Kinderbetreuung oder Angeboten zur Eltern‑ und Pflegezeit.

Betreuung für die Kleinen

Mit der Initiative „Audi Spielraum” bietet das Unternehmen vielfältige Möglichkeiten für die Kinderbetreuung, zugeschnitten auf die individuellen Anforderungen unserer Beschäftigten. Dazu gehören Belegplätze in Kindertagesstätten, Angebote für die kurzfristige Betreuung, zum Beispiel wenn der Kindergarten geschlossen ist oder unerwartet ein Arbeitstermin ansteht, sowie Betreuungsangebote in den Ferien. Hinzu kommen eine individuelle Beratung sowie die Vermittlung von Tagesmüttern, Au‑pairs und Babysittern. Bei allen Modellen arbeiten wir grundsätzlich mit bewährten Kooperationspartnern zusammen. So können die Eltern sicher sein, dass sich pädagogisch geschulte Fachkräfte optimal um die Kinder kümmern. Ziel ist es, „Audi Spielraum” kontinuierlich auszubauen.

 

„Mein Tag bei Audi“: Kinderbetreuung am Buß- und Bettag

 

Für eine regelmäßige Betreuung standen 2014 insgesamt 179 Belegplätze zur Verfügung: 106 in Ingolstadt für Kinder im Alter bis zu drei Jahren, 73 in Neckarsulm für Kinder im Alter bis zu sechs Jahren. Für eine flexible Kurzzeitbetreuung für Kinder von zwei bis 14 Jahren können Audi Mitarbeiter in Ingolstadt 20 Plätze in der Einrichtung „miedelHaus” nutzen. Auch Eltern, die mit ihren Kindern aus dem Ausland zurückkehren, oder Mitarbeiter, die neu an den Standort Ingolstadt ziehen, bringen ihre Kinder gerne ins „miedelHaus”, bis sie einen regulären Platz in einer Kindertagesstätte erhalten. 

International aktiv

An unseren internationalen Standorten bauen wir ähnliche Betreuungsangebote kontinuierlich aus, beispielweise im ungarischen Győr. In der Kindertagesstätte betreuen acht Fachkräfte 50 deutsche und ungarische Kinder von Mitarbeitern in zwei gemischten Gruppen. In Sant’Agata Bolognese in Italien, Standort von Automobili Lamborghini, gibt es eine Kooperationsvereinbarung mit einem örtlichen Kindergarten. Diese Initiative ist Teil des „People Care Program” des Unternehmens und ein weiteres Beispiel des Engagements für flexible Mitarbeiterangebote.

Auszeit für Eltern

Ein ausgefülltes Privatleben und eine erfolgreiche Karriere müssen kein Widerspruch sein. Viele Mitarbeiter von Audi nehmen nach der Geburt ihres Kindes Elternzeit: Allein 2014 waren es 1.996 Beschäftigte, davon 63 Prozent Männer. Durchschnittlich betrug die Dauer der Elternzeit zehn Monate, wobei sich Frauen im Schnitt 23 Monate von ihrer Arbeit freistellen ließen, Männer zwei Monate. Wer nach längerer Auszeit ins Unternehmen zurückkehrt, kann an dem umfangreichen Qualifizierungsprogramm „Job & Family” teilnehmen. Ziel ist es, den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern – auch für Mitarbeiter, die aus der Pflegezeit zurückkehren.

 

Durchschnittliche
Dauer der Elternzeit
im Jahr 2014

(in Monaten)

Männer

Frauen

2
23
14,0 %
86,0 %

Frauen- und
Männeranteil 2014
im Audi Konzern

Männer

Frauen

Pflege von Angehörigen

Berufliche und private Belange in Einklang zu bringen, heißt für uns auch, Mitarbeiter zu unterstützen, die pflegebedürftige Familienmitglieder zu Hause betreuen. Die Beschäftigten können sich kurzfristig bis zu zehn Tage freistellen lassen, um für Angehörige zu sorgen, die sich in einer akuten Pflegesituation befinden. Eine weitere Option ist die „Audi Pflegezeit”: Mitarbeiter können bis zu drei Jahre eine Auszeit nehmen. Damit gehen wir deutlich über den gesetzlichen Anspruch hinaus, der bis 2015 lediglich sechs Monate betragen hat und nun auf zwei Jahre erweitert wurde. Bei Bedarf kann ein Mitarbeiter die Pflegezeit um weitere vier Jahre verlängern. In diesem Fall scheidet er aus dem Unternehmen aus und erhält eine Wiedereinstellungszusage für einen gleichwertigen Arbeitsplatz. Alternativ kann für die Pflegezeit auch ein sogenanntes Sabbatical genutzt werden. Die Beschäftigten sind dann auf Basis eines befristeten Teilzeitvertrags tätig, der eine Arbeits- und eine Freistellungsphase vorsieht, die sie nach Belieben nutzen können.

 

Unterstützung erhalten unsere Mitarbeiter auch beim Thema Pflege durch vielfältige Beratungsangebote. So vermitteln das Audi Gesundheitswesen und die Sozialbetreuung des Betriebsrats beispielsweise den Kontakt zu ambulanten Pflegediensten oder zu Facheinrichtungen. Darüber hinaus berät die Sozialbetreuung des Betriebsrats jeden Mitarbeiter individuell und unterstützt ihn in schwierigen Situationen. Außerdem haben sich an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppen zum Thema Beruf und Pflege gegründet.

Alternative Arbeitszeitmodelle

Damit unsere Mitarbeiter berufliche und familiäre Belange besser miteinander verbinden können, legt Audi grundsätzlich Wert darauf, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter weiter zu flexibilisieren. So besteht etwa die Möglichkeit, ein Sabbatical zu beantragen oder auf Basis eines Telearbeitsvertrags im Homeoffice zu arbeiten. Um die Telearbeit auszuweiten, hat Audi die technischen Voraussetzungen geschaffen und in der neuen Betriebsvereinbarung IT geregelt. Teilzeitmitarbeiter, die im Schichtsystem tätig sind, haben die Möglichkeit, sich für eine bestimmte Schicht zu entscheiden, also zum Beispiel nur Früh- oder nur Spätschicht zu arbeiten.

Gleiche Chancen für alle

Als international agierendes Unternehmen sieht Audi eine offene und vielfältige Unternehmenskultur als zentrale Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb ist es Audi wichtig, diese Vielfalt aktiv zu fördern und ein Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens zu schaffen.

Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Fairness sowie gegenseitige Akzeptanz und Toleranz prägen die Unternehmenskultur von Audi. Wir schätzen die Unterschiede und vielfältigen Qualitäten unserer Mitarbeiter. Jegliche Art von Diskriminierung lehnen wir ab und stellen unsere Beschäftigten einzig aufgrund ihrer Qualifikation ein – unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Identität, Religion oder Weltanschauung. Die Leitlinien für Chancengleichheit und Gleichberechtigung bei der AUDI AG haben wir bereits im Jahr 2007 festgelegt. Auch unser Selbstverständnis und der Audi Code of Conduct – beide aus dem Jahr 2011 – sind in diesem Sinne formuliert.

Frauen fördern

2011 haben wir uns das Ziel gesetzt, den Frauenanteil auf den verschiedenen Ebenen des Unternehmens dauerhaft zu erhöhen: von den Auszubildenden bis zum Topmanagement. 2014 stellte die AUDI AG insgesamt 1.451 Akademiker neu ein. 20,5 Prozent von ihnen waren Frauen. Der Anteil weiblicher Führungskräfte im Management stieg von 7,3 Prozent in 2012 über 8,0 Prozent in 2013 auf 8,3 Prozent in 2014.

 

Der Anteil weiblicher Führungskräfte im Management bei Audi stieg von 7,3 Prozent in 2012 auf 8,3 Prozent in 2014.

 

Bei der Einstellung von Akademikerinnen orientieren wir uns am Anteil der Absolventinnen in den jeweiligen Studiengängen. Beispielsweise sind zehn Prozent der Absolventen des Studiengangs Maschinenbau Frauen. Dementsprechend streben wir an, in diesem Bereich zehn Prozent Frauen einzustellen. Im Durchschnitt aller für uns relevanten Studiengänge wollen wir rund 30 Prozent Frauen für unser Unternehmen gewinnen. Da wir unsere künftigen Führungskräfte zum Großteil aus den eigenen Reihen auswählen, wird auf den verschiedenen Führungsebenen bis hin zum Topmanagement der Frauenanteil sukzessive steigen.

 

Bereits vor der Ausbildungs- und Studienfachwahl wollen wir Mädchen und junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe begeistern. Beispielsweise mit dem jährlichen „Girls’ Day”, dem „Forscherinnen‑Camp” und dem „Mädchen‑für‑Technik‑Camp”. Der Anteil der weiblichen Auszubildenden bei der AUDI AG stieg von 23,7 Prozent in 2012 auf 26,9 Prozent in 2014.

26,9% Anteil der weiblichen Auszubildenden bei der AUDI AG im Jahr 2014

Voneinander lernen

Unter dem Titel „Sie und Audi” bietet das Unternehmen Programme an, die darauf zielen, Audi Mitarbeiterinnen auf ihrem persönlichen Karriereweg zu unterstützen. Mithilfe verschiedener Maßnahmen sollen Frauen ermutigt werden, ihre Stärken zu erkennen und weiterzuentwickeln, um möglicherweise künftig Führungspositionen zu übernehmen. Das in dieser Intention entwickelte Programm „Mentoring Management” startete im Juli 2014 mit zwölf Teilnehmerinnen aus Ingolstadt und Neckarsulm. Konzipiert als partnerschaftliches Projekt mit einem Mentor aus dem Managementkreis, durchlaufen die Teilnehmerinnen in einem Zeitraum von zehn Monaten verschiedene Programmpunkte und setzen sich verstärkt mit der eigenen Person und dem Bild der weiblichen Führungsrolle auseinander. Regelmäßiger, intensiver Austausch mit dem Mentor bildet die Basis dieser kooperativen Personalentwicklungsmaßnahme.

 

Integration lohnt sich

Für Audi sind das Know‑how und die Motivation aller Beschäftigten, ob mit oder ohne gesundheitliche Einschränkungen, wertvoll. Ein umfassendes Integrationsmanagement sowie spezielle Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsgestaltung sorgen dafür, Menschen mit Behinderung gleichberechtigte berufliche Perspektiven zu ermöglichen.

 

Dass sich unser Engagement auszahlt, zeigen die im Juli 2014 vorgelegten Ergebnisse eines europaweit einzigartigen Forschungsprojekts: Audi und das Center for Disability and Integration der Universität St. Gallen untersuchten, unter welchen Voraussetzungen die Mitarbeiter und das Unternehmen davon profitieren. Die Studie macht deutlich, dass sich unser Integrationsmanagement sowohl in sozialer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht lohnt: Das Forschungsprojekt belegt die große Kreativität und ein höheres Ideenpotenzial gemischter Teams. Zudem sind Menschen mit Behinderung im Durchschnitt motivierter, zufriedener mit ihrer Arbeit und fehlen seltener krankheitsbedingt, wenn sie sich gut integriert fühlen. (Quelle: Kirill Bourovoi, Center for Disability and Integration der Universität St. Gallen)

 

Auf Grundlage dieser Forschungsergebnisse und der Erfahrungen der Schwerbehindertenvertretung entwickelt Audi sein Integrationsmanagement weiter. Außerdem fließen die Erkenntnisse in die Qualifizierungsprogramme für Führungskräfte ein. Auch künftig setzen wir darauf, dass bei dem Thema Integration alle Beteiligten mit den Betroffenen eng zusammenarbeiten: Personalreferenten, Betriebsräte, Werkärzte, Fertigungsplaner und Führungskräfte. Letzteren kommt eine wichtige Rolle zu. Denn auf Basis einer gesundheitsorientierten und integrierenden Mitarbeiterführung können Vorgesetzte bewirken, dass auch Beschäftigte mit gesundheitlichen Einschränkungen wertschöpfend arbeiten und zum Unternehmenserfolg beitragen.

Fair und leistungsgerecht

Wer Kunden weltweit begeistern will, braucht zufriedene und engagierte Mitarbeiter. Abgesehen von einer hohen Beschäftigungssicherheit bieten wir ein attraktives und leistungsgerechtes Entgelt, eine Beteiligung am Erfolg des Unternehmens und weitere Sozialleistungen wie eine betriebliche Altersvorsorge. Dafür setzen sich das Unternehmen und der Betriebsrat ein.

Die AUDI AG schließt unbefristete Arbeitsverträge auf Basis des jeweils gültigen Metalltarifvertrags und garantiert im Rahmen einer Betriebsvereinbarung Beschäftigungssicherheit bis 2018. Die Zahl der Beschäftigten im Audi Konzern stieg von 2012 bis 2014 um rund 15 Prozent auf 77.247 Mitarbeiter.

 

2007 hat die AUDI AG den Entgeltrahmen-Tarifvertrag (ERA) eingeführt, der einen einheitlichen Entgeltaufbau für alle Mitarbeiter bietet. Die monatliche Vergütung setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

 

  • einem Grundentgelt, das sich aus den Anforderungen der Arbeitsaufgabe ergibt,

  • einem Leistungsentgelt, das die persönliche Leistung widerspiegelt,

  • einer übertariflichen Audi Komponente.

Verantwortung für Zeitarbeitnehmer

Der Umgang mit Zeitarbeitnehmern ist ein großes gesellschaftspolitisches Thema. Auf Grundlage des Tarifvertrags zum Einsatz von Leih-/Zeitarbeitnehmern der Metall- und Elektroindustrie und der „Charta der Zeitarbeit im Volkswagen Konzern” haben Unternehmensleitung und Betriebsrat im Mai 2014 eine Vereinbarung zum Einsatz von Zeitarbeitnehmern getroffen. Diese stellt angemessene Beschäftigungs- und Entlohnungsbedingungen sicher. Wir beauftragen nur Unternehmen mit der Arbeitnehmerüberlassung, die diese vereinbarten Kriterien erfüllen. Darüber hinaus bieten wir bei Audi eingesetzten Zeitarbeitnehmern umfangreiche Qualifizierungsmöglichkeiten und stellen ihnen zum Ende der Beschäftigung eine Beurteilung aus. Zudem stellen wir Zeitarbeitnehmer fest ein, wenn die Beurteilung positiv ist, ein entsprechender Personalbedarf besteht und bestimmte Einstellkriterien erfüllt werden. Im Jahr 2014 hat die AUDI AG 957 Zeitarbeitnehmer in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Am Erfolg beteiligt

Auf der Basis festgelegter Zielwerte – Umsatzrendite, Qualität und Gesundheitsstand – erhalten unsere Mitarbeiter jährlich eine Erfolgsbeteiligung. Diese setzt sich zusammen aus einem Basisbetrag, einer Prämie abhängig von der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie einer variablen Beteiligung laut Zielerreichung. Zusätzlich bieten wir noch eine Audi Ergebnisbeteiligung (AEB).

 

Die Höhe der AEB ist abhängig vom Operativen Ergebnis. Zehn Prozent des über 1,2 Milliarden Euro liegenden Operativen Ergebnisses des Audi Konzerns werden an die Beschäftigten der AUDI AG ausgeschüttet. 2014 erhielten alle berechtigten Tarifmitarbeiter an den deutschen Standorten durchschnittlich 6.900 Euro Ergebnisbeteiligung auf Basis der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2013. Die internationalen Tochtergesellschaften von Audi beteiligen ihre Mitarbeiter ebenfalls am Unternehmenserfolg. Die Bedingungen werden von der jeweiligen Geschäftsführung eigenverantwortlich und auf Basis des lokalen Gehaltsniveaus festgelegt.

 

So hat der Standort Brüssel im Frühjahr 2014 zu der seit Jahren bestehenden Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung eine eigene Audi Brüssel Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung (ABEB) eingeführt. Ziel ist es, die Belegschaft am gemeinsam erreichten Unternehmensergebnis langfristig und transparent zu beteiligen. Im Sommer 2014 hat Audi Brüssel die Beteiligung zum ersten Mal ausgezahlt. Weiterhin hat die Geschäftsführung gemeinsam mit den Gewerkschaften die Standortvereinbarung zur Charta der Arbeitsbeziehungen verabschiedet, um den Standort Brüssel attraktiv und zukunftsfähig zu erhalten. Die Charta gilt für alle Gesellschaften und Standorte, die im Europäischen und Weltkonzernbetriebsrat des Volkswagen Konzerns vertreten sind.

Nachhaltig mobil

Das Unternehmen hat am Standort Ingolstadt in den vergangenen Jahren ein dichtes Netz von Shuttlebussen eingerichtet, um den Verkehr zwischen Zielen innerhalb und außerhalb des Werks zu reduzieren. Allein im Jahr 2014 haben rund 900.000 Audi Mitarbeiter diesen Service genutzt. Seit Januar 2015 fahren zusätzlich auf drei der Werklinien sechs große MAN‑Busse mit Platz für jeweils 84 Fahrgäste.

 

Zusammen mit dem regionalen Verkehrspartner INVG hat Audi weitere öffentliche Buslinien im Sinne des Transports von Mitarbeitern eingerichtet, von denen einige auch durch das Werkgelände fahren. Ein subventioniertes Jobticket für Mitarbeiter wurde bisher rund 6.500‑mal verkauft.

 

Am Standort Neckarsulm wurde ebenfalls der öffentliche Personennahverkehr verstärkt: Seit Dezember 2014 fährt die Stadtbahn zwei Haltestellen direkt am Werk an. In Neckarsulm gibt es das Jobticket seit Juli 2014. Die Jahrestickets werden monatlich gedruckt und versandt. Im April 2015 nutzten 704 Mitarbeiter das Audi Jobticket.

 

Mitarbeitermobilität und Verkehrsentlastung werden bei Audi nachhaltig gefördert.

 

Im Alter gut versorgt

Unsere Mitarbeiter setzen sich für Audi ein, oft über mehrere Jahrzehnte hinweg. Wir übernehmen dabei Verantwortung für sie – auch über das aktive Berufsleben hinaus: Die AUDI AG unterstützt ihre Belegschaft mit der betrieblichen Altersvorsorge, welche auf einer Direktzusage beruht. Zusätzlich haben die Mitarbeiter selbst die Möglichkeit, in Form der Entgeltumwandlung ihre Rente aufzustocken. Seit 2001 werden die Aufwendungen für die betriebliche Altersvorsorge über den vom Volkswagen Pension Trust e.V. treuhänderisch verwalteten Pensionsfonds am Kapitalmarkt angelegt.

 

Im Juli 2011 haben sich Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter auf eine Neuregelung der Altersteilzeit bei der AUDI AG verständigt und eine entsprechende Betriebsvereinbarung geschlossen. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, den Übergang vom Berufsleben in die Rente flexibel zu gestalten und zwischen verschiedenen Modellen der Arbeitszeitgestaltung während der Altersteilzeit zu wählen.