Gesellschaft

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Gemeinsam Werte
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Erfolgreiche Unternehmen sind verpflichtet, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Deshalb engagiert sich Audi an seinen Standorten, national und international. Das Unternehmen fördert innovative Verkehrskonzepte, Bildungsinitiativen und Wissenschaftskooperationen, das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter und regionale Kulturangebote sowie gemeinsam mit dem Betriebsrat soziale Initiativen.

Global denken, lokal handeln

Jeder Standort im Audi Konzern hat seine eigene Identität und eigene Anforderungen. Deswegen hat das Unternehmen gemeinsam mit Standortvertretern Konzepte entwickelt, die den lokalen Bedürfnissen der Bevölkerung vor Ort gerecht werden.

Globale Leitsätze

Der Einsatz für das Gemeinwohl braucht Richtlinien, die allen Verantwortlichen im Konzern als Orientierung dienen können. Deshalb hat Audi im August 2014 die Globalen Leitsätze für gesellschaftliches Engagement verabschiedet. Entstanden sind die Leitsätze in einem Prozess, an dem alle Standorte der AUDI AG teilgenommen haben. Gemeinsam verständigten sich die Standortverantwortlichen über die zentralen Fragen: Was bedeutet gesellschaftliches Engagement für Audi? Und wie präsentiert sich das Unternehmen an den jeweiligen Standorten?

 

Die Leitsätze umfassen fünf Handlungsfelder: Mobilität und Infrastruktur, Familie und Soziales, Gesundheit und Freizeit, Wissen und Kompetenzen sowie Natur und Umwelt. Sie legen langfristige Ziele fest und bieten Orientierungshilfen für die Auswahl und Entwicklung förderwürdiger Projekte. Dabei können die jeweiligen Schwerpunkte des gesellschaftlichen Handelns unterschiedlich sein, da jeder Standort anderen Anforderungen gegenübersteht. Ziel ist es, konstruktive Lösungen für die Herausforderungen vor Ort zu finden.

Förderleitlinie

Ergänzt werden die Globalen Leitsätze für verantwortliches Handeln durch die Förderleitlinie „Gesellschaftliches Engagement”, die der Vorstand der AUDI AG bereits im Dezember 2013 beschlossen hat. Die Förderleitlinie skizziert vor allem, welche Art von Projekten das Unternehmen unterstützt. Dabei setzt Audi drei Schwerpunkte:

 

  • Bildung: Projekte, die der Bildung und Weiterbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dienen; dazu gehören Projekte mit Bezug zum sozialen Miteinander, zu Kultur, Natur- und Geisteswissenschaften, Sport und Gesundheit.

  • Technik: Projekte, die der Lösung von technischen und gesellschaftlichen Fragen rund um das Thema Mobilität dienen

  • Unterstützung in Katastrophenfällen 

 

Grundsätzlich sollen die von Audi geförderten Projekte einen Bezug zu einem der Unternehmensstandorte aufweisen. Ausgenommen davon ist die Katastrophenhilfe. Weitere Auswahlkriterien für gemeinnütziges Engagement sind beispielsweise die gesellschaftliche Relevanz des Projekts, der effiziente Einsatz von Ressourcen sowie die Mess- und Nachweisbarkeit der Spendenverwendung. Für Umweltprojekte, die das Unternehmen über die Audi Stiftung für Umwelt unterstützt, gelten eigene Förderkriterien. 

Wesentliche Themen

Wie schon 2012 wurde 2013 und 2014 die Relevanz gesellschaftlicher Themen bewertet und die Wesentlichkeitsanalyse somit weitergeführt. Es wird deutlich: Der „Zukunft der Mobilität” wird nach wie vor die höchste Relevanz zugesprochen. Die Themen „Förderung von Sport, Bewegung und Gesundheit”, „Förderung von Kunst und Kultur” sowie „Förderung des Ehrenamts” haben seit dem letzten Berichtszeitraum an Bedeutung gewonnen.

 

„Immer mehr Menschen wohnen in Städten, und viele davon in Megacitys mit ihren Millionen von Einwohnern. Audi muss der Herausforderung begegnen, die individuelle Mobilität durch neue Konzepte zukunftsfähig zu machen.“

 

Dr. Gerd Leipold, 2001–2009 Vorsitzender von Greenpeace International

Zukunft der Mobilität

Die Welt verändert sich mit hoher Geschwindigkeit und ihre Bevölkerung wächst immer schneller. Im Jahr 2030 werden voraussichtlich 60 Prozent aller Menschen in Ballungsräumen mit mehr als acht Millionen Einwohnern leben. Um die Fragen, die sich aus dieser Entwicklung ergeben, zu diskutieren und neue Lösungsansätze zu finden, hat Audi 2010 die Audi Urban Future Initiative ins Leben gerufen.

Im Rahmen der Audi Urban Future Initiative erarbeiten kreative Köpfe gemeinsam mit Audi ganzheitliche Mobilitätslösungen für den urbanen Raum – vertreten sind beispielsweise internationale Architekten, Städteplaner, Soziologen und Zukunftsforscher. Ein wichtiger Bestandteil der Initiative ist der Audi Urban Future Award, ein internationaler Wettbewerb, der alle zwei Jahre Visionen urbaner Mobilität auszeichnet. 

 

Prof. Rupert Stadler bei der Verleihung des Audi Urban Future Awards 2014.

 

Außerdem arbeitet Audi mit renommierten Universitäten an Zukunftsszenarien. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Columbia University im „Extreme Cities Project”, das sich den Megastädten des Jahres 2050 widmet. Weitere Elemente der Audi Urban Future Initiative sind regelmäßige Workshops mit Experten unterschiedlicher Fachgebiete sowie das Audi Insight Team als abteilungsübergreifender Thinktank. 

Ideen auszeichnen

Im November 2014 vergab Audi zum dritten Mal seit 2010 den Audi Urban Future Award. Mit 100.000 Euro ist er der höchstdotierte Preis für innovative Mobilitätslösungen weltweit. Eine international besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. John Urry, Direktor des Zentrums für Mobilitätsforschung an der Lancaster University, sichtete die Beiträge von vier Wettbewerbsteams aus Berlin, Boston, Mexico City und Seoul. Den ersten Preis erhielt das mexikanische Team für sein „Betriebssystem für urbane Mobilität”.

 

Das Siegerteam des Audi Urban Future Awards 2014 aus Mexico City

Im Mittelpunkt des Konzepts steht eine Datenplattform, auf der Pendler über eine Webseite und eine App ihre Bewegungsdaten eingeben. Sobald genug Echtzeitdaten für präzise Prognosen zur Verfügung stehen, können die Menschen ihr Verhalten an die Vorhersagen anpassen und so wiederum selbst den Verkehr beeinflussen – indem sie später losfahren oder jeweils das Verkehrsmittel wählen, mit dem sie am schnellsten zum Ziel kommen. Nach und nach entsteht so eine valide Datenbasis für eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung. Eine erste Version der neuen Datenplattform ist seit September 2014 online.

 

Die Erkenntnisse aus den Wettbewerbseinreichungen zum dritten Audi Urban Future Award fließen in die neue „Urban Agenda” des Unternehmens ein. Ziel der Agenda ist es, Produkte und Lösungen zu entwickeln, um die Mobilität in den Städten wieder attraktiv zu machen und die Lebensqualität zu erhöhen.

 

So gilt es etwa, mittels vernetzter Technologien den Raumbedarf des Individualverkehrs in den Metropolen zu reduzieren. Um konkrete Projekte für nachhaltige Mobilitätslösungen umzusetzen, will Audi sogenannte Urban Future Partnerships vorantreiben, also Entwicklungspartnerschaften mit Städten und Kommunen weltweit.

Verantwortungsvoll fahren

Um den Straßenverkehr sicherer zu machen, engagiert sich Audi auf vielfältige Weise. So sensibilisiert das Unternehmen seine Auszubildenden an den Aktionstagen Disco-Fieber für das Thema Verkehrssicherheit: Zweimal jährlich können sich die jungen Mitarbeiter an Aktionsständen über Unfallforschung, Verkehrswacht und Fahrzeugsicherheit informieren und die Simulation einer realistischen Rettungskette erleben. Rund 200 Auszubildende des Unternehmens nehmen an einem von etwa 20 angebotenen Fahrsicherheitstrainings pro Jahr teil, die von der örtlichen Verkehrswacht organisiert werden. Die Fahranfänger üben mit ihrem eigenen Fahrzeug eine vorausschauende und angepasste Fahrweise und lernen, Gefahren frühzeitig zu erkennen. Außerdem erhalten sie Tipps für einen energiesparenden und umweltbewussten Fahrstil. Auch für Kunden bietet Audi Fahr- und Sicherheitstrainings an – seit 2014 im neu eröffneten Audi driving experience center in Neuburg bei Ingolstadt.

 

Aktionstage für Verkehrssicherheit: Blick durch die „Rauschbrille”

Wichtige Bestandteile der Verkehrserziehung sind Information und Aufklärung. Audi unterstützt beispielsweise die Broschüren der Polizei mit dem Titel „Hört auf den Rat der Polizei”. Sie vermitteln Fahranfängern und routinierten Autofahrern richtiges Verhalten im Straßenverkehr: von Tipps zum Abstandhalten bis zum Thema Bußgelder. Die Verkehrserzieher der Polizei sowie Zulassungs- und Führerscheinstellen in Ingolstadt und der Region verteilen die Broschüren an Verkehrsteilnehmer. Auch am Standort Neckarsulm beteiligt sich Audi an der Verkehrserziehung. Das Unternehmen unterstützt die Heilbronner Polizei dabei, Maßnahmen zur Prävention von Verkehrsunfällen durchzuführen, etwa in einem Projekt für junge Kraftfahrer, und beteiligt sich an Verkehrsmalheften für Kinder.

 

Für die besondere Situation von Motorradfahrern möchte die Stiftung Fondazione Ducati Öffentlichkeit und Politik sensibilisieren. Unter anderem organisiert Ducati Fahrsicherheitstrainings für Kunden, in denen diese eine bessere Motorradkontrolle erlernen und so auch in Extremsituationen souverän handeln.

Sicher zur Schule

Um die Schulwege in Ingolstadt sicherer zu machen, erarbeitete das Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation gemeinsam mit den Ingolstädter Grund- und Förderschulen, der Jugendverkehrsschule, der Polizei und der AUDI AG Schulwegepläne für das Schuljahr 2014/2015. Eltern und Kinder können mithilfe der Faltblätter den sichersten Weg zur Schule oder zu anderen Einrichtungen planen und einüben. Die Schulwegepläne enthalten außerdem wichtige Informationen zum Thema Schüler und Verkehr.

Für eine lebenswerte Region

Audi engagiert sich vor allem an seinen Standorten und versteht sich dabei als Partner von Städten und Kommunen. So möchte Audi dazu beitragen, die jeweilige Region weiterzuentwickeln.

Audi übernimmt Verantwortung in den Standortregionen – beispielsweise wenn es darum geht, die Verkehrsinfrastruktur vor Ort mitzugestalten. Denn die Verkehrsbelastung, insbesondere rund um das Werk in Ingolstadt, nimmt weiter zu. Seit 2012 tauscht sich das Unternehmen intensiv mit der Stadt Ingolstadt zu Infrastruktur- und Verkehrsbelangen aus. Die Verantwortlichen sind gefragt, eine leistungsfähige Infrastruktur für die Zukunft aufzubauen. Es gilt, Ziele, Strategien und Maßnahmen für fünf bis zehn Jahre aufzuzeigen. Zahlreiche Faktoren sind zu bedenken: vom Straßennetz über den öffentlichen Personennahverkehr bis hin zum Fußgänger- und Radverkehr. 

Die Zukunft gestalten 

Eine gute Datengrundlage für die Diskussion des neuen Verkehrsentwicklungsplans bilden auch die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung im März und April 2014. Rund 44 Prozent der zum Befragungszeitpunkt mehr als 38.000 Beschäftigten in Ingolstadt beteiligten sich an der Umfrage. Die Ergebnisse zeigen beispielsweise, welche Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit genutzt werden. Danach kommen die meisten Mitarbeiter mit dem Auto: Im Winter sind es 85 Prozent, im Sommer 72 Prozent. Zwischen April und Oktober nutzen 17 Prozent der Audi Mitarbeiter das Fahrrad.

 

Auch am Standort Neckarsulm arbeitet Audi mit der Stadt, dem Landratsamt und den verantwortlichen Verkehrsorganisationen zusammen, um den Verkehr rund um das Werk zu entlasten. Es geht vor allem um eine bessere Anbindung des Werks an den öffentlichen Nahverkehr. Hierfür wurden im Dezember 2014 zwei Haltestellen der neuen Stadtbahn direkt am Werk eingerichtet. Darüber hinaus gingen weitere Direktlinien der öffentlichen Regionalbusse bis an die Werkgrenze zur Früh- und Spätschicht in Betrieb.

Aktiv für Kunst und Kultur 

Seit mehr als 50 Jahren ist Audi ein verlässlicher Partner der Kultur. Ziel ist es, Kunst und Musik für möglichst viele Menschen vor Ort zugänglich und erfahrbar zu machen. So organisiert das Unternehmen am Standort Ingolstadt seit 1990 die Audi Sommerkonzerte, die bis heute mehr als 400.000 Besucher zu verzeichnen haben. 2013 trat bei dem Klassikfestival unter anderem der preisgekrönte Geiger Maxim Vengerov mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt auf. Das Konzert wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Ingolstadt und UNICEF Deutschland organisiert. Der Erlös des Abends floss in das Projekt UNICEF-Kinderstadt zugunsten der Gemeinde Legmoin in Burkina Faso.

0 Besucher zählen die Audi Sommerkonzerte bis heute.

Im Jahr 2014 eröffnete der Tenor Piotr Beczala mit der Philharmonie Baden‑Baden das Festival. Das Konzert bildete den Auftakt für weitere 14 Kulturveranstaltungen. Besonders beliebt sind die Open‑Air‑Veranstaltungen mit freiem Eintritt und abschließendem Feuerwerk. Hier erwartete die Besucher ein Programm mit der Audi Bläserphilharmonie sowie dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt. 2014 fand auch zum ersten Mal als Teil der Audi Sommerkonzerte das „Vorsprung‑Festival” unter der künstlerischen Leitung von Kent Nagano statt. Das Nachwuchsförderprojekt von Audi ArtExperience, die Audi Jugendchorakademie, steht bei diesen Programmen im Mittelpunkt.

 

Klassik-Open-Air 2014 in Ingolstadt mit mehr als 20.000 Besuchern

 

Auch am Standort Neckarsulm unterstützt Audi die kulturelle Vielfalt. Mehr als 150 Künstler aus aller Welt, 29 Mitmachaktionen für Kinder und 21 Kulturveranstaltungen bot das Audi Forum Neckarsulm im Jahr 2014. Dazu gehörten beispielsweise der Tanzabend TangoPassion mit Showeinlagen von Künstlern aus zwölf Nationen sowie die Lesung von Christoph Maria Herbst und das Popkonzert mit Marlon Roudette. Zum ersten Mal fuhren außerdem 21 Schülerteams aus Baden-Württemberg um den Landesmeistertitel beim Wettbewerb „Formel 1 in der Schule”. 1,9 Millionen Gäste haben die Erlebniswelt Audi Forum Neckarsulm seit der Eröffnung 2005 besucht.

International Kunst fördern

Die Förderung von Kunst und Kultur bildet auch an den internationalen Audi Standorten eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Engagements. Lamborghini unterstützt das Theater von Sant’Agata, Audi Hungaria fördert beispielsweise das Győrer Ballett und das jährliche Abschlusskonzert des Győrer Sommerfestivals, die in den vergangenen Jahren mehrere Zehntausend Gäste begeistert haben.

 

Audi Brussels unterstützt ebenfalls verschiedene Projekte, wie zuletzt eine Konzertreihe der Yehudi-Menuhin-Stiftung, die Künstler aus unterschiedlichen Genres auf die Bühne brachte. Die gemeinnützige Vereinigung hat zum Ziel, Künstler – insbesondere in sozialen Brennpunkten – zu unterstützen und den Dialog zwischen Menschen verschiedener Kulturen zu fördern.

Einsatz für das Gemeinwohl

Audi versteht sich als Partner von gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen in den Standortregionen. Das Unternehmen und der Betriebsrat unterstützen das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Entwicklung. Darüber hinaus haben Spendenaktionen bei Audi eine lange Tradition. 

Im August 2014 hat Audi die Globalen Leitsätze für gesellschaftliches Engagement verabschiedet. Sie definieren Handlungsfelder und bieten Orientierung bei der Auswahl förderwürdiger Projekte an den Audi Standorten.

Audi Ehrensache

Bereits im Jahr 2012 startete Audi unter dem Titel „Audi Ehrensache” ein Corporate-Volunteering-Programm. Die Initiative bündelt alle freiwilligen Aktivitäten der Mitarbeiter: vom jährlichen Freiwilligentag über Aktionen in Abteilungen bis hin zu einer Online-Plattform, auf der die Mitarbeiter gezielt nach ehrenamtlichen Tätigkeiten suchen können. Die Resonanz auf Audi Ehrensache ist groß. 2012 bis 2014 beteiligten sich insgesamt 2.971 Mitarbeiter an 326 Projekten. Sie leisteten 22.324 Stunden Freiwilligenarbeit.


Ein weiterer Baustein des Programms Audi Ehrensache ist „Ehrensache online”, eine Vermittlungsplattform im Intranet. Dieses 2013 eingeführte Tool ermöglicht allen Beschäftigten in Ingolstadt und Neckarsulm, schnell und unkompliziert passende Volunteering-Projekte an den Standorten online zu suchen. Die Mitarbeiter nutzen das virtuelle Angebot rege: Im Jahr 2014 verzeichnete die Online-Plattform rund 18.000 Besuche.

0 Stunden Freiwilligenarbeit leisteten die Audi Mitarbeiter zwischen 2012 und 2014 im Rahmen von Audi Ehrensache.

Zeit für andere

Mit dem Freiwilligentag und Teamaktionen möchte Audi bei seinen Mitarbeitern Interesse am Ehrenamt wecken und ihnen den Einstieg in bürgerschaftliches Engagement erleichtern. Viele Beschäftigte entschließen sich nach der Teilnahme an ihrem ersten Freiwilligentag, dauerhaft ein Ehrenamt zu übernehmen.

 

Beim Audi Freiwilligentag im Mai 2014 in Ingolstadt und Umgebung beteiligten sich 460 Mitarbeiter an 54 sozialen Projekten. In Neckarsulm engagierten sich 290 Freiwillige im September 2014 in 25 Projekten. Die Teilnehmer setzten sich für Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderung ein oder kümmerten sich um den Natur- und Tierschutz.

 

Die Audi Freiwilligentage motivieren Mitarbeiter zu sozialem Engagement.

 

 

Im Oktober 2014 fand der Freiwilligentag erstmals auch im ungarischen Győr statt: Unter dem Motto „Viele Audianer erreichen viel” unterstützten etwa 300 Mitarbeiter gemeinnützige Organisationen in 21 Projekten. Sie haben beispielsweise dabei geholfen, die Klassenzimmer einer Grundschule, ein Kinderheim sowie verschiedene Spielplätze zu renovieren. Weitere Mitarbeiter sammelten Müll oder pflanzten Blumen, um so den örtlichen Zoo zu verschönern.

Unter dem Motto „AdventsZeit schenken” investierten 2013 167 Mitarbeiter an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm insgesamt 668 Stunden in gemeinnützige Projekte. Beispielsweise unterstützten die freiwilligen Helfer regionale Tafeln dabei, Lebensmittel auszugeben, oder organisierten eine Weihnachtsfeier für Obdachlose. Im Jahr 2014 lief die Aktion unter dem Titel „HerbstZeit schenken”. Dabei engagierten sich 194 Teilnehmer mit insgesamt 776Stunden in 37 Projekten. 

Gemeinsinn stärken

Mit der Initiative „TeamAktion” an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm verknüpft Audi seit 2014 das Corporate Volunteering mit dem Teambuilding. In der Regel einen Tag lang unterstützen Kollegen in einem Team ein gemeinnütziges Projekt, das sie sich zuvor gemeinsam ausgesucht haben. Audi Ehrensache hilft bei der Auswahl und spendet zudem für die Durchführung bis zu 500 Euro an die gemeinnützige Einrichtung, in der die Aktion stattfindet.

 

TeamAktion: Kennenlernen beim Bowling

Von der „TeamAktion” profitieren nicht nur hilfsbedürftige Menschen, sondern auch die Mitarbeiter von Audi. Die Teams wachsen zusammen, der Gemeinschaftsgeist wird gestärkt und die Kommunikation unter den Kollegen verbessert. Gleichzeitig sammelt jeder Einzelne wertvolle Erfahrungen, um sich persönlich weiterzuentwickeln. Soft Skills wie Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen werden ebenso gefördert wie die Fähigkeit, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden.

Vermitteln und vernetzen

Freiwilligenagenturen und Koordinierungszentren für Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) vermitteln zwischen sozialen Einrichtungen und Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Audi unterstützt diese wichtigen Institutionen in der Region Ingolstadt und hat ein professionell begleitetes Coaching initiiert. Ziel ist es, interessierte Unternehmen, Hilfe suchende Einrichtungen sowie ehrenamtlich Aktive miteinander zu vernetzen. Die Freiwilligenagenturen und KoBEs können ihrerseits wichtige Projektideen beisteuern, sowohl für Audi als auch für andere Unternehmen in der Region.

Spenden für die gute Sache

Spendenaktionen sind fester Bestandteil des sozialen Engagements von Audi. Eine lange Tradition hat zum Beispiel die Weihnachtsspende der Belegschaft, zu der der Betriebsrat seit 1977 jährlich aufruft. Im Jahr 2014 konnte jeder Mitarbeiter zwölf Euro brutto seines November-Entgelts spenden. Fast 99 Prozent der Mitarbeiter nahmen teil. Inklusive der Aufstockung durch das Unternehmen kamen 910.000 Euro zusammen. Mit dem Geld wurden 120 Projekte karitativer Einrichtungen in Ingolstadt und den umliegenden Landkreisen sowie in Neckarsulm unterstützt. Vertreter des Betriebsrats überreichten beispielsweise im Dezember 2014 einen Teil der Spende an die Stadtranderholung der Arbeiterwohlfahrt Neckarsulm, die von rund 600 Kindern genutzt wird. Mit der Spende wurden neue Klettergerüste finanziert und es wurde eine Ferienbetreuung bezuschusst. Auch andere Standorte sammeln zu Weihnachten für den guten Zweck. San José Chiapa in Mexiko beteiligte sich im Jahr 2014 sogar schon vor der Eröffnung des Werks an der Spendenaktion.

 

Weihnachtsspende 2014: 910.000 Euro für 120 karitative Projekte

Zum ersten Mal lud der Betriebsrat im Jahr 2014 zu einem internationalen Weihnachtsmarkt bei Audi in Ingolstadt ein, auf dem Kollegen der verschiedenen Standorte ihre Weihnachtsbräuche zeigten. Darüber hinaus stellten internationale Hilfsorganisationen wie „terre des hommes” ihr Engagement für Menschen in Not vor. Ziel war es, den Besuchern unterschiedliche Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie sich weltweit für das Gemeinwohl einsetzen können. Die Erlöse des Weihnachtsmarktes kamen sozialen Projekten an den internationalen Standorten von Audi zugute.

Nachhaltig engagiert

Wir spenden nicht nur zu Weihnachten: Jeden Monat verzichten zahlreiche Mitarbeiter von Audi bei ihrer Entgeltzahlung auf die Centbeträge hinter dem Komma. Mit der sogenannten RestCent-Spende wurden im Jahr 2014 rund 250.000 Euro gesammelt, die mehreren Projekten zugutekamen.

 

Das Projekt „A chance to play”, das „terre des hommes” gemeinsam mit dem Volkswagen Konzernbetriebsrat organisiert, unterstützte anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2014 Kinder und Jugendliche in brasilianischen Armenvierteln. Ziel war es, ihnen mit Sport-, Spiel- und Lernaktionen neue Perspektiven zu eröffnen. Audi beteiligte sich an dem Projekt und sammelte erfolgreich Spenden für „A chance to play”, beispielsweise beim Sportfest der Auszubildenden 2014 oder beim Audi Familientag 2014.

 

Los geht’s: Insgesamt 3.800 Audianer liefen im Mai 2015 für den guten Zweck.

Darüber hinaus schaffen wir selbst Anlässe, um Spenden zu sammeln – zum Beispiel bei der Aktion 24 Stunden von Audi, einem Lauf-Event für die Mitarbeiter im Werk Ingolstadt, das alle zwei Jahre stattfindet. Im Mai 2015 gingen 3.800 Beschäftigte aus Ingolstadt und Neckarsulm an den Start, unterstützt von Teams aus Belgien, Italien und Mexiko. Pro gelaufener Runde spendete Audi fünf Euro, insgesamt spendete das Unternehmen 175.000 Euro an zehn karitative Einrichtungen in der Region.

Hilfe für Hochwasseropfer

Nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2013 – unter anderem an der Donau – stellte die AUDI AG den Betroffenen spontan die Summe von einer Million Euro zur Verfügung. Die Unternehmensspende kam karitativen Einrichtungen und der Soforthilfe der Hochwasseropfer in Deutschland und Ungarn zugute. Hierzulande ging das Geld unter anderem an das Bayerische Rote Kreuz und an die am schwersten vom Hochwasser betroffenen Gebiete Deggendorf und Passau. Auch die Belegschaften von Audi in Ingolstadt und Neckarsulm nahmen großen Anteil am Schicksal der Katastrophenopfer. Nach einem Spendenaufruf des Betriebsrats kam eine Rekordsumme von weiteren 500.000 Euro zusammen. Im Februar 2014 wurde das Geld an sieben soziale Einrichtungen in den Regionen Passau und Deggendorf übergeben.

 

Eine Million Euro für Hochwasseropfer

Die schlimmsten Überschwemmungen seit mehr als 120 Jahren haben im Jahr 2014 die Menschen auf dem Balkan getroffen. Der Betriebsrat hat die Belegschaft in Zusammenarbeit mit einer Hilfsorganisation zu persönlichen Spenden aufgerufen, um die Bevölkerung zu unterstützen. 

Partner der Wissenschaft

Trends aufspüren, neue Ideen entwickeln, nachhaltige Konzepte vorantreiben: Auf dem Weg zu einer zukunftsorientierten Mobilität sind Know‑how und Innovationskraft entscheidende Ressourcen. Deshalb kooperiert Audi nicht nur mit Wissenschaft und Forschung, sondern fördert auch die Bildung und Weiterbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.  

Wir legen großen Wert darauf, uns mit Experten, Forschern und Vordenkern auszutauschen. Die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen in unseren Standortregionen trägt dazu bei, das lokale Forschungs- und Entwicklungsumfeld zu stärken und mitzugestalten.

 

Audi ist weltweit Partner von wissenschaftlichen Einrichtungen. 2013 kam die Universität St. Gallen in der Schweiz hinzu, im Januar 2014 die Technische Universität Dresden. Insgesamt arbeitet Audi mit 31 wissenschaftlichen Institutionen weltweit zusammen.

 

Auch Stiftungsprofessuren leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Hochschullandschaft in Deutschland. Audi stiftet in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Professuren in Fachgebieten, die für Audi von besonderer Bedeutung sind. Aktuell fördern wir beispielsweise den Stiftungslehrstuhl für unternehmerisches Handeln, globale Verantwortung und Nachhaltigkeit an der Zeppelin Universität Friedrichshafen.

 

Einen weiteren Stiftungslehrstuhl hat Audi 2014 an der German Graduate School of Management and Law gGmbH in Heilbronn geschaffen. Die Professorenstelle wird im Jahr 2015 besetzt. Die Finanzierung von Stiftungsprofessuren ist auf fünf Jahre begrenzt. Anschließend sollen diese Stiftungsprofessuren in ordentliche Professuren übergehen.

 

Neue Stiftungsprofessur an der German Graduate School of Management and Law in Heilbronn

Darüber hinaus setzt sich Audi für den akademischen Nachwuchs ein. 2014 arbeiteten mehr als 140 Doktoranden in vom Unternehmen finanzierten Wissenschaftsprojekten, gut 110 Mitarbeiter von Audi engagierten sich als Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen. Ziel ist es dabei, die Lehre zu unterstützen und Erfahrungen aus der Praxis einzubringen. Zugleich kann Audi auf diese Weise talentierte Studierende fördern und für das Unternehmen gewinnen.

Weltweit Potenziale nutzen

Auch international ist Audi aktiv: Audi Hungaria unterstützt seit 2007 Forschung und Lehre an der Széchenyi István Universität in Győr und fördert auch finanziell die fünf Lehrstühle der Audi Hungaria Lehrstuhlgruppe. Am Standort in Belgien arbeitet Audi mit der Freien Universität Brüssel zusammen. 2014 haben die Partner ein gemeinsames Pilotprojekt zur Mensch-Maschine-Kooperation im Karosseriebau gestartet. Einen regen Austausch zu Innovationsprojekten gibt es auch mit der Katholischen Universität Leuven.

 

Lamborghini pflegt ebenfalls Partnerschaften mit Wissenschaft und Forschung, unter anderem mit der Bologna Business School, mit dem Mailänder Polytechnikum, dem Turiner Polytechnikum und der Universität Padua. Außerdem arbeitet der Supersportwagenhersteller mit der Bologna Medicine University bei Themen wie Arbeitsplatzergonomie und arbeitsbedingtem Stress zusammen und unterstützt die Ausbildung an technischen und berufsbildenden Schulen der Region.

Sprungbrett für Talente

Die Bildung von Kindern und Jugendlichen liegt Audi besonders am Herzen. So fördert das Unternehmen beispielsweise die öffentliche Profilschule Ingolstadt, ein bundesweit einmaliges Modellprojekt für Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen, mit einem Betrag von jährlich bis zu einer Million Euro. Außerdem engagieren sich Mitarbeiter von Audi als Lernpaten. Die erste öffentliche Profilschule Deutschlands will begabte Kinder, die von ihren Familien keine ausreichende Hilfe bekommen, auf ihrem Weg zum Abitur unterstützen.

 

Start für die öffentliche Profilschule Ingolstadt, ein bundesweit einmaliges Modellprojekt für Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen

Jedes Kind erhält einen individuellen Förderplan und wird zusätzlich von einem Sozialpädagogen begleitet. Der Unterricht folgt den bayerischen Lehrplänen. Im September 2014 startete die Schule mit insgesamt 33 Schülerinnen und Schülern in zwei Klassen. Entstanden ist das Projekt in Zusammenarbeit des Bayerischen Kultusministeriums, der Stadt Ingolstadt, der Roland Berger Stiftung und Audi.

Für die Zukunft lernen

Seit 2013 ist die Audi Hungaria Schule am Standort Győr eine der 143 weltweit anerkannten deutschen Auslandsschulen. Dort können deutsche und ungarische Kinder gemeinsam lernen. Die Schulabschlüsse werden sowohl in Deutschland als auch in Ungarn anerkannt. Geplant ist, die Kapazität der Schule bis zum Jahr 2017 auszubauen. Auf dem Campus entsteht ein neues Schulzentrum für 650 Schüler in 25 Klassen. Das Projekt wird von der Stiftung „Ungarndeutsches Bildungszentrum” getragen und größtenteils durch Audi Hungaria finanziert.

 

Im September 2013 eröffnete auch die erste deutsch-italienische Schule in Bayern: die Leonardo da Vinci Grundschule in München, die von Audi gefördert wird. Es handelt sich um eine Ganztagsschule, auf der die Schüler zweisprachig unterrichtet werden. Am Standort Ingolstadt kooperiert Audi darüber hinaus mit der Swiss International School. Das Unternehmen unterstützt die Bildungseinrichtung über den Förderverein der Schule. Die Swiss International School bietet deutsch- und englischsprachigen Unterricht vom Kindergarten bis zum Abitur.

 

Am Standort Neckarsulm unterstützt Audi verschiedene Initiativen zur Kompetenzentwicklung. So engagiert sich das Unternehmen beispielsweise im Förderkreis der Hochschulen Heilbronn e.V., der sich dafür einsetzt, das Bildungsangebot in der Region zu verbessern. Außerdem unterstützte Audi die Hochschule Heilbronn dabei, einen eigenen Motorprüfstand einzurichten. Gemeinsam mit dem Verein Lernende Region Heilbronn-Franken e.V. setzt sich Audi seit mehreren Jahren dafür ein, den Menschen in der Region die Chancen des lebenslangen Lernens aufzuzeigen.

Physik in Bewegung

Mit der Stiftung Fondazione Ducati unterstützt der italienische Hersteller von Sportmotorrädern soziale, kulturelle und pädagogische Projekte in Nord- und Mittelitalien. Leuchtturmprojekt der Stiftung ist „Fisica in Moto – Physik in Bewegung”. Hier lernen Schüler praxisnah, wie die Gesetze der Physik und des Motorradbaus zusammenhängen. Im Schuljahr 2013/2014 besuchten 7.357 Schüler das interaktive Physiklabor. 

 

„Fisica in Moto”: Schüler lernen mehr über die Gesetze der Physik im Motorrad. 

Darüber hinaus veranstalten Professoren und Experten von Ducati im Rahmen von Fisica in Moto eine Summer School für hochqualifizierte Studenten. 2014 bewarben sich 53 Studenten, von denen 25 zur Summer School zugelassen wurden. Alle Aktivitäten rund um Fisica in Moto werden in dem Blog www.fisicainmoto.blogspot.de dokumentiert. 

0 Schüler besuchten im Schuljahr 2013/2014 das Physiklabor „Fisica in Moto“.